RPA: Was können Software-Roboter?

Es wurde bereits viel über die Vorteile von Robotic Process Automation geschrieben. Da sie wie ein Mensch andere Anwendungen bedient, spricht man auch von digitalen Robotern. Doch wie sieht das konkret aus?

Die Software Roboter bekommen wie ein menschlicher Mitarbeiter Zugangsdaten, mit denen sie sich in verschiedenen Anwendungen anmelden können.

Die Anwendungen können dabei ganz unterschiedlich sein, von selbstentwickelten Systemen über große ERP Systeme bis hin zu kleineren Nischenanwendungen.

Daten müssen strukturiert vorliegen

Robotic Process Automation ist keine künstliche Intelligenz. Deshalb ist es wichtig, dass die Daten strukturiert vorliegen. Die Roboter arbeiten anhand eines festgelegten Prozessworkflows und haben daher nur so viel Entscheidungskraft und Intelligenz wie die im Workflow festgelegten Regeln zulassen.

Sofern die Daten strukturiert vorliegen, können die Roboter diese lesen und bearbeiten. So können sie zwar Freitext in E-Mails nicht gut verstehen, aber durchaus Informationen aus diesen herausziehen, z.B. Absender oder Kundennummer.

 
Wie die Roboter das User Interface verwenden

Wie ein menschlicher Nutzer können die Roboter bestimmte Aktionen durchführen. Sie können Programme oder Webseiten öffnen, sich einloggen, auf Buttons oder Links klicken und Formulare ausfüllen. Die vorhandenen Daten können sie kopieren und einfügen, mit anderen Datensätzen vergleichen, updaten und Querverweise anlegen.

Fazit

Man spricht nicht umsonst von Robotern bei Robotic Process Automation. In ihren Handlungen agieren sie wie ein Mensch. Der größte Unterschied besteht darin, dass Menschen mit unstrukturierten Daten umgehen können, der Roboter hingegen Struktur braucht, um Daten zu verarbeiten.

Sara Gebhardt      26. April 2016