Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Nehmen uns Roboter die Arbeit weg?

Laut einer Studie des Wirtschaftsforums Davos sollen bis 2020 fünf Millionen Arbeitsplätze verschwinden, vor allem durch die voranschreitenden technischen Entwicklungen. Doch ist das wirklich so?

 

 

Schöne neue Arbeitswelt?

Das World Economic Forum warnt in seiner Studie davor, dass fünf Millionen Jobs durch Automatisierung, Roboter und weitere technische Entwicklungen verschwinden werden. Die Studie sorgte für Furore in den Medien.

Die Befürchtungen sind per se nichts Neues. Schon seit Jahren wird zu dem Thema diskutiert. Bereits 2013 kamen Wissenschaftler aus Oxford zu dem Schluss, dass fast 47% von US amerikanischen Jobs durch Automatisierung wegfallen könnten.

Große Köpfe schlossen sich gar zusammen, um vor den Gefahren von Künstlicher Intelligenzzu warnen. Und auch in den Jahren und Jahrzehnten davor gab es immer Befürchtungen, der technische Fortschritt würde mehr Arbeitsplätze schlucken als schaffen.

In der Industrie ist die Automatisierung schon längst angekommen. Neu ist, dass immer mehr Backoffice Prozesse, typisch für sogenannte „White Collar Worker“ automatisiert werden können.

Dazu kommt, dass neue technische Entwicklungen wie selbstfahrende Autos, Drohnen in Lagerhallen und Roboter, die Hotelkunden einchecken können bedeuten, dass die Automatisierung näher am Dienstleistungssektor und im täglichen Leben des Einzelnen angekommen ist als jemals zuvor.

Video Hotel Henn na

Düstere Prognosen trafen in der Vergangenheit nicht ein

Wir wissen nicht, wie die Zukunft aussehen wird. Aber wenn man sich die Vergangenheit ansieht, stellt man fest, dass die düsteren Prognosen nie eingetroffen sind.

Mit jeder technischen Entwicklung sind Arbeitsplätze weggefallen und Berufe verschwunden – dabei aber immer auch neue Berufe entstanden. Insgesamt hat der technische Fortschritt bisher immer mehr Arbeitsplätze erschaffen als er zerstört hat und dabei jedes Mal die Produktivität und die Lebensqualität bedeutend erhöht.

Es ist immer einfach sich vorzustellen, was für Berufe wegfallen oder welche Prozesse automatisiert werden könnten. Es ist um einiges schwieriger, sich bisher noch gar nicht entstandene, völlig neue Berufe vorzustellen.

Berufe wie App Developer oder Big Data Analysten zum Beispiel. Früher unbekannt oder Nischenberufe finden sich jetzt in vielen Firmen. Oder wer hätte gedacht, dass man einmal als eSportler Geld verdienen könnte?

Allein der Robotik- und Automatisierungsmarkt wird an Bedeutung gewinnen und neue Arbeitsplätze schaffen. Viele von den Berufen, die es in Zukunft geben wird, können wir uns heute noch gar nicht vorstellen.

Die Studie des Weltwirtschaftsforums kann man daher mit einer gewissen Gelassenheit betrachten. Letztendlich ist die Basis der Zahlen der Studie nämlich die Befragung von HR Verantwortlichen und Managern großer Firmen. Und das sind auch nur Menschen.

Automatisierung als Chance

Automatisierung muss weder zwangsläufig den Verlust von Arbeitsplätzen bedeuten noch negativ sein.

Denn wer kennt sie nicht? Diese Aufgaben im Arbeitsalltag, die immer gleich ablaufen. Immer und immer wieder dasselbe. Man muss nicht denken. Man kann aber auch nicht abschalten. Sonst muss man anschließend stundenlang nach dem einen Tippfehler suchen, der einem alles verhagelt hat. Diese Aufgaben ziehen Energie und lassen einen erschöpft und frustriert zurück.

Aufgaben, die man gerne an Roboter abgeben würde.

In vielen Bereichen ist das heute schon möglich. Mit Robotic Process Automation zum Beispiel werden Menschen jetzt schon Aufgaben abgenommen und automatisiert. Aber es sind Aufgaben, die für Menschen wenig erfüllend sind. Strukturierte Aufgaben, die nach den immer gleichen Regeln ablaufen und wenig Denkleistung erfordern.

Wenn diese langweiligen Aufgaben von digitalen Robotern übernommen werden, bedeutet das mehr Zeit, sich auf interessantere, herausforderndere Aufgaben konzentrieren zu können.

In Prozessen wird die Interaktion zwischen menschlicher Arbeit und Automatisierung eine immer stärkere Rolle spielen, mit immer fließenderen Übergängen, bei denen der Mensch an den Kollegen Roboter abgibt und der wiederum an den menschlichen Kollegen, um einen Prozess zu vollenden.

Automatisierung und Roboter werden eine zunehmende Rolle spielen – oft eine positive. Sie werden Menschen Routineaufgaben abnehmen. Aber Menschen ersetzen, davon sind sie noch weit entfernt.

Atlas Cleans House

Sara Gebhardt      25. Januar 2016

Autor

Sara Gebhardt

Sara Gebhardt

Sara arbeitet seit 2015 als Marketing Manager bei ALMATO.

Zuvor studierte sie in Passau Kulturwirtschaft. Im Rahmen eines Doppelabschlussprogrammes verbrachte sie ein Jahr in Schottland und schrieb dort ihre Masterarbeit zum Thema What Would Bond Buy? An Investigation Into Young Consumers' Attitudes Towards Product Placement in Films.

Nach ihrem Studium zog sie 2014 nach Belgien und arbeitete dort bei einer Software-Firma als Account Manager für Deutschland und Spanien, bevor sie wieder ins schöne Schwabenländle zurückzog. In ihrer Freizeit liest sie obsessiv alles was ihr in die Finger kommt und ihr Kindle ist chronisch überfüllt.