Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Presseschau: Die Auswirkungen von RPA auf Shared Services und BPO

Robotic Process Automation bietet sich besonders für strukturierte, regelbasierte Prozesse an. Deshalb ist es perfekt für die Aufgaben der Shared Services geeignet. Vor allem die Finance Shared Services können von RPA profitieren. Lesen Sie in unserem Überblick, warum.

KPMG analysiert in dem PaperBots in the Back Office: The coming wave of digital labordie aktuelle Situation in der BPO-Branche und kommt zu dem Schluss, dass dem klassischen BPO schwere Zeiten bevorstehen. Der Grund sind unter anderem die steigenden Kosten in Outsourcing-Ländern und die sinkende Anzahl an qualifizierten Kräften durch den demografischen Wandel. Dadurch verliert Outsourcing an Effektivität.

Robotic Process Automation füllt diese Lücke. RPA-Lösungen sind in der Lage, immer mehr zu leisten, sind dabei effektiv und kostengünstig. Deshalb wird RPA in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen.

Das Operational Agility Forum hat die Veränderungen im BPO-Markt ebenfalls erkannt. Dieses Forum ist eine Organisation von Early Adoptern von RPA, die somit praktische Erfahrung in der Umsetzung haben.

Im Whitepaper Robotic Process Automation – What’s Next for BPO’s führen sie die Nutzen an, die eine RPA-Lösung im Gegensatz zu Outsourcing bietet. Laut ihnen kosten RPA-Roboter nicht nur ein Drittel dessen, was offshored FTEs kosten, sie sind außerdem leicht zu skalieren, arbeiten 24 Stunden am Tag und beschleunigen Prozesse signifikant.

HfS Research hat ebenfalls Early Adopter von Robotic Process Automation befragt und stellt die Ergebnisse in ihrer Analyse:Insights from Early BPO adopters of Robotic Process Automation vor. In diesem Paper führen sie Best-Practice-Beispiele an und geben Tipps für die Umsetzung von RPA in Unternehmen.

Die befragten Anwender wählten RPA aufgrund von Herausforderungen, die schnell gelöst werden mussten. Insgesamt sahen sie sich mindestens einer von drei Herausforderungen entgegen:

  • Die BPO-Dienstleister konnten nicht die versprochenen Kostenreduzierungen realisieren
  • Interne IT hatte weder die Zeit noch die Ressourcen um Prozesse durch Software zu verbessern
  • Weder die Unternehmen noch deren Dienstleister hatten eine effektive Möglichkeiten, Ressourcen zu skalieren, wenn sie benötigt wurden, z.B. am Monatsende

Durch die Implementierung von RPA konnten sie diese Probleme lösen. Sie sparten dabei nicht nur Kosten, die Prozessqualität verbesserte sich ebenfalls. Diese Adopter heben auch hervor, dass sie durch eine RPA eine Fülle an neuen Prozessdaten erhalten, da alles, was die Roboter tun, dokumentiert wird. Auf Basis dieser Daten konnten die Prozesse weiter optimiert werden.

ACCA (Association of Chartered Certified Accountants) hat sich ebenfalls mit RPA beschäftigt und ein sehr ausführliches, wohl durchdachtes Whitepaper veröffentlicht. In The robots are coming? Implications for finance shared services gehen sie vor allem auf den Einfluss von RPA auf Finance ein.

So zeigen sie, dass in der Branche noch viele Missverständnisse über RPA vorherrschen. Den Beteiligten ist nicht ganz klar, was RPA von früheren Automatisierungslösungen unterscheidet und RPA wird noch mit rudimentären Screen-Scraping-Lösungen verwechselt.

Sie gehen auch auf die Rolle von ERP und RPA ein. Das Ziel für die Finance Shared Services, so ACCA, sei es, alle nötigen Prozesse in einem übergreifenden System (ERP) abzuwickeln. Deshalb wurde in den letzten Jahren viel in diese Lösungen investiert. Die Realität sieht allerdings noch anders aus. Es gibt noch viele Altsysteme, Excel-Spreadsheets und manuelle Dateneingabe. Genau dort kann RPA ansetzen. RPA ist damit eine perfekte Ergänzung zu bestehenden ERP-Systemen.

ACCA argumentiert, dass die strukturierten Finanzprozesse, die darüber hinaus ein hohes Maß an Compliance benötigen, ideale Kandidaten für RPA sind. Der größte Nutzen von RPA ist in ihren Augen, dass alles, was die Roboter tun, dokumentiert wird. Diese lückenlose Dokumentation ist besonders für Prüfungen von großem Vorteil.

Die HfS-AnalyseThe Current Impact of RPA in F&A BPO Engagements kommt ebenfalls zu dem Schluss, dass RPA für Finance Shared Services großes Potential bietet. Insbesondere weil RPA Altsysteme einbinden kann, deren Integration in bestehende ERP Systeme zu aufwendig oder gar unmöglich ist.

Manuelle Dateneingabe von einem System ins andere ist besonders fehleranfällig und durch RPA wird dies reduziert. HfS sieht großen Nutzen für P2P (procure-to-pay) und O2C (order-to-cash) Prozesse.

Sowohl ACCA als auch HfS bedauern, dass es zu wenig Case Studies gibt und dass viele Anbieter kein Proof of Concept anbieten. ALMATO hat nicht nur große Erfahrung bei der Implementierung von RPA in komplexen Prozessen, sondern hat auch mehrere Proof of Concepts erfolgreich abgeschlossen. Wenn Sie sich für RPA interessieren und wissen möchten, wie Sie es in Ihr Unternehmen einbinden können, kontaktieren Sie uns.

Sprechen Sie mit uns über Ihre Prozesse

Sara Gebhardt      17. Dezember 2015

Autor

Sara Gebhardt

Sara Gebhardt

Sara arbeitet seit 2015 als Marketing Manager bei ALMATO.

Zuvor studierte sie in Passau Kulturwirtschaft. Im Rahmen eines Doppelabschlussprogrammes verbrachte sie ein Jahr in Schottland und schrieb dort ihre Masterarbeit zum Thema What Would Bond Buy? An Investigation Into Young Consumers' Attitudes Towards Product Placement in Films.

Nach ihrem Studium zog sie 2014 nach Belgien und arbeitete dort bei einer Software-Firma als Account Manager für Deutschland und Spanien, bevor sie wieder ins schöne Schwabenländle zurückzog. In ihrer Freizeit liest sie obsessiv alles was ihr in die Finger kommt und ihr Kindle ist chronisch überfüllt.